Rettershof

Der Rettershof (auch Hof Retters oder Röders) ist ein Hofgut und ehemaliges Prämonstratenserkloster nordöstlich von Fischbach, einem Stadtteil von Kelkheim bei Frankfurt am Main. Vom 12. Jahrhundert bis 1559 waren Ordensfrauen in Retters ansässig, später nutzten verschiedene Eigentümer das Anwesen als Hofgut. Heute ist der Rettershof neben der weiteren landwirtschaftlichen Nutzung ein beliebtes Ausflugsziel.

Der Rettershof befindet sich auf dem Gebiet des Kelkheimer Stadtteils Fischbach, rund zwei Kilometer nordöstlich des Ortskerns. Er liegt am Waldrand des sogenannten Retterswaldes in dem weiten, sich westlich von ihm erstreckendem Tal des Krebsbaches zwischen Ruppertshain und Fischbach. In unmittelbarer Nähe des Hofes verläuft der Rettersbach, ein linker Zufluss des Krebsbaches. Westlich schließen sich heute Ackerflächen an, im Osten liegen ausgedehnte Waldflächen. Etwa ein Kilometer nordöstlich beginnt der Königsteiner Ortsteil Schneidhain. Im Falle des politisch umstrittenen Ausbaus der Bundesstraße 8 würde die Trasse in unmittelbarer Nähe nordöstlich des Rettershofs verlaufen.
Er wird von den Buslinien 806 und 811 des Rhein-Main-Verkehrsverbundes angefahren.

Rund um den Apfel

Edles von den Streuobstwiesen

Fast fünf Hektar, mit 500 alten und jungen Obstbäumen bestanden, pflegt der Obst- und Gartenbauverein Fischbach in der Umgebung Kelkheims. Interessenten können beim Baumschnitt in den ersten Monaten des Jahres zusehen. Ein bezaubernder Anblick ist die Baumblüte im Frühjahr. Im Sommer spenden die Bäume Schatten, der Herbst ist die Zeit der Ernte und des Kelterns. Im Winter schließlich entsteht in der Destillerie des Rettershofes eine besondere Spezialität: der „Retterser-Geist“ als Apfel-, Mirabell- und Birnenbrand.


Der Obst- und Gartenbauverein Fischbach lagert und keltert die Ernte der Bäume im Rettershof. Das Jahr 2008 brachte einen besonders großen Ertrag. Ideale Bedingungen im Frühjahr: Blüte, Temperatur, Feuchtigkeit und Wind – hier passte einfach alles perfekt zusammen. Rund 300 Zentner konnten geerntet werden. Es gab mehr Apfelsaft als sonst – zum Glück hielt die Nachfrage mit dem Angebot mit. Dann kam der Apfelwein und schließlich wurden tausend Flaschen Apfel-Secco,  der  „Rettershofer Leichtsinn“,  hergestellt.